Herrliche Grill-Saison

Slider-Fotos Blog-1020880Grill-Saison…

das klingt ja erst mal nach Sommer, Sonne, fröhlicher Runde mit Freunden, Cocktails, Salate, leckere Soßen, Fleisch…..

DOCH: Oh je, was ess‘ ich denn da bloß?????

Üblicher Weise kennen wir das Ritual ja so, dass die Männer am Grill stehen, das Fleisch brutzeln und gern schon mal in der Runde ein Bier dazu trinken – das muss mit einer speziellen Affinität zum Feuer zu tun haben. (Heiss, Männlich, Sex, Jagen…;-))  Währenddessen herrscht meist noch allerlei geschäftiges Treiben in der Küche, wo evtl. die mitgebrachten Salate, Desserts, Soßen begutachtet und nach dem Transport vielleicht noch mal aufgehübscht werden.

Aus ayurvedischer Sicht heraus kann zwar das Grillen ein äußerst wohltuendes Gefühl (prähistorisches geprägtes Ordnungssystem) hervorrufen, jedoch scheitert dies leider häufig an den passenden Rezepten.

In der heißen Sommerzeit ist das eben heiß gegrillte Fleisch weniger geeignet, es heizt die eh schon hitzigen, sauren und scharfen Pitta-Eigenschaften noch weiter an. Dazu kommt dann meist ja noch Alkohol, gut gemeinte Rohkostsalate oder schwere Majonaise getränkte Kartoffel/Nudel Salate am Abend, saure und scharfe Soßen und eben Alkohol….und dann noch die Tirami su danach….

VIEL BESSER wären da Antipasti-Grillteller, gedünstetes Gemüse mit leicht süß-scharfer Soße, Aloe Cocktails mit Minze oder Melisse, kühlende Gurkensalate mit entsprechenden kühlenden Gewürzen oder auch die herrlich saftige und erfrischende Melone.

Meine Lieblinge zum mitbringen sind Rote Bete Carpacchio, Fenchel-Carpacchio oder auch Gemüse-Spieße mit Paprika-Zwiebel-Zucchini….und dann schon auch noch ein süß-scharfes Chutney.

Prima Gewürze sind z.B. unbedingt Steinsalz, das erhitzt nicht so sehr, Koriander, Fenchel, Kardamom, Pippali, Nelke und frische Kräuter sind kühlend.

Achtet darauf, dass es auch grüne Gemüse dazu gibt, Abends dann weniger den Blattsalat, aber gern noch Spinat-Wildkräuter-Pesto mit Cashewkernen oder in einer Grillschale Broccoli mit Mandelsplitter gedünstet, das hilft Pitta zu reduzieren und Agni (unser Verdauungsfeuer) zu stärken.

Übrigens schmeckt eine Antipasti-Platte mit gegrilltem Sommergemüse etwas Olivenöl, Pinienkernen, Zitronensaft, etwas Akazienhonig, Steinsalz und gemörsertem Pippali, sowie etwas Knoblauch absolut lecker. Auch ein selber gemachtes Humus passt dazu, ein Linsensalat mit Frühlingszwiebel…..

Ja, natürlich könnt Ihr auch mal ein Stück Geflügel oder Meerestiere mit grillen, wer darauf nicht verzichten mag, dann gleicht das einfach mit den Beilagen ein bisschen aus. Da empfehle ich tatsächlich einen Aloe Vera Cocktail mit Minze, Limette und Eis – das kühlt und gleicht herrlich aus 🙂  und schmecken tut’s auch noch…

So viele Möglichkeiten…. Rezepte hab ich nicht wirklich dafür, aber für meinen Favoriten-Salat verrate ich doch schon mal eines:

Fenchel-2938Fenchel-Carpacchio

Frischen Fenchel waschen, halbieren und der länge nach hobeln oder fein schneiden. Kurz blanchieren (15Min. im Thermomix im Varoma dämpfen) inzwischen eine Platte herrichten, eine Gewürzmischung aus Koriander, Kreuzkümmel, Pippali, Fenchelsamen und etwas Asafoetida und einem Stück Chilischote fein mörsern, Zitronensaft herrichten, Steinsalz und Olivenöl UND das ist das Geheimnis 😉 Süß-Sauer-Huhn-Soße vom Asialaden.

Nun Schichtweise den gedämpften Fenchel mit etwas von der Gewürzmischung bestreuen, Olivenöl, Zitronensaft darüber geben, nächste Schicht Fenchel auflegen. Und einfach Tröpfchenweise ein paar Spritzer von der Süß-Sauer-Huhn-Soße verteilen. Evtl. mit den abgeschnittenen grünen Fenchelgrün dekorieren. FERTIG!!!

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Ich hab vor kurzem ein tolles Buch bei meiner Freundin entdeckt: „Weber’s Veggi: Die besten vegetarischen Grillrezepte“ damit die Ideen nicht ausgehen und alle doch noch was zu tun haben. Auch eine nette Idee zum mitbringen 🙂 oder eben für „Schatzi“ als Geschenk……“schau‘ mal, was man noch so alles grillen kann….toll was?“

Übrigens läuft mein Thermomix im Sommer noch viel öfter als im Winter, um uns ganz viele leichte verträgliche Sommer-Menüs zu zu bereiten. Ich vermittle ihn daher auch sehr gerne 🙂

Genießt den Sommer…es folgen sicher noch einige Rezepte, auch zu super leckeren Cocktails 🙂  Die passende Aloe Vera könnt Ihr auch gerne von mir beziehen, die gib’t bei uns im Webshop, dann holt Euch gleich noch die Zutaten zum Mückenschutz oder die Sonnencreme…

==> Unser Web-Shop

Herzlichst – Sat Nam – Pittagirl

Quellen: Diesmal hab ich ein bisser’l bei meiner lieben Ausbilderin und Mentorin Kerstin Rosenberg gespitzelt.

Erdbeer-Rhabarber Aufstrich Ayurvedisch

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KEINE Erdbeermilch – kein Erdbeereis – keinen Erdbeerquark….????

Keine Sorge, mit ein paar kleinen Tricks können wir die leckeren Früchte auch „unbeschadet“ genießen.

Leider gibt es immer mehr Menschen, die diese verlockende rote Frucht nicht mehr „vertragen“, es entstehen Allergien und Unverträglichkeiten…vielleicht ist das einfach nur die Problematik der Zubereitung.

Auch wenn die gesundheitsfördernde Wirkung der Erdbeere im Ayurveda etwas gespalten ist, diese Früchte wachsen bei uns jetzt vor Ort, sind reif und soooo lecker. Sie geben Lebens-Energie und gelten als sattvisch (rein), sie stärken auch das psycho-mentale Gleichgewicht.

Sie werden im Ayurveda zu den süß-sauren Beeren gezählt und haben eine amla vipaka – saure Verstoffwechslung, sowie eine heiße Qualität auf unseren Organismus und entwickeln dadurch eine anregende und katabolische Wirkung.

Leider sind alle sauren Früchte kontraindiziert für Menschen, die zu Hautbeschwerden und Entzündungen neigen (oft PITTA-Menschen). Jedoch für VATA-Menschen (mit hohen Luft/Raum Elementen) sind sie besonders gut verträglich.

Nun können wir sie durchaus genießen, wenn wir uns an die Zubereitungsweise halten.

Inzwischen gibt es Eisdielen, die veganes Eis herstellen, da ist weder Sahne noch Milch oder Joghurt im Eis. Auch wir können die Erdbeermilch mit Reis-/Hafer-/Mandel-/Kokos…milch mixen. Sahne hat andere Eigenschaften und kann bedingt z.B. als Wasser/Sahne-Mischung prima genommen werden.

Abfedern können wir diese Kombination mit den üblichen Zutaten damit, dass wir z.B. dem Erdbeer-Aufstrich Kurkuma und Kardamom zufügen, das nimmt der Milch die Schleimigkeit, dem Fermentierten etwas die Hitze und getrockneter Ingwer gibt leichte Schärfe und ebenfalls trocknende ausgleichende und entschlackende Eigenschaften dazu.

Also mein Aufstrich (den mein Mann als SUPER, SAULECKER 🙂 beurteilte, bekam frische Erdbeeren, geschälte Rhabarberstangen, etwa gleich viel, Kurkuma, Kardamom, getrockneten Ingwer, etwas veganen Gelierzucker und Charkara (Ayurvedischer Rohrzucker) und ein paar Pfefferkörner (gemahlen), alles ab in den Mixer (wie immer bei mir in den TM5) und gleich danach abfüllen. NEIN, es wird NICHT gekocht, es bleibt roh 🙂 Ich hab auch etwas in Eiswürfelbehälter abgefüllt für meine Zeit nach CLean9. Und gleich noch zum Verschenken für die Grillparty morgen….

Oje, was ess ich da bloß (;-  4. Tag Clean 9….. ich werde wohl mein Fenchel-Carpacchio machen und mitnehmen, etwas Geflügel gibt es auch und dann mach ich eben einen Aloe-Minz-Coctail 🙂

 

Also, lasst es Euch schmecken, solange sie frisch sind und praktisch direkt vor der Haustüre wachsen.

Sat Nam – Pittagirl