Kurkuma – Gelbwurz – Tumerik – Haldi

Om Shri Maha Lakshmyai Namaha 

Kurkumablüten-1223 Kurkuma

Als ich vor einer Weile in einem Möbelhaus einkaufen war, ich wollte gerne meinen Beratungsraum und Büro verschönern, kam ich in der Pflanzenabteilung an dieser wunderbaren Pflanzenpracht vorbei. Leider ist es bei mir nicht sonnig genug und so ließ ich sie stehen.

Im Herbst habe ich selber Rhizome der Kurkuma und Ingwerpflanze eingesetzt. Sie haben ausgetrieben und sind jetzt etwa 30cm hoch, leider ist noch keine Blüte in Sicht. Dieser Sommer ist einfach zu regnerisch und nicht hell genug.

Und so möchte ich Euch diese so wundervolle Pflanze mal vorstellen.

Pflanze: Kurkuma lat. Curcuma longa oder Gelbwurz, Indischer Safran, Gelber Ingwer auch Tumerik

Bewusst kennengelernt habe ich vor einigen Jahren ein gelbes Pulver, genannt Tumeric. Auf einem Markt in Südafrika wurde es mir wärmstens empfohlen und ich solle es unbedingt überall mit ins Essen mischen, es sei einfach sehr gut für Alles!

Nachdem ich dann dieses leicht bitter schmeckende gelbe Pulver, das jedoch kaum Würzkraft besaß ausprobierte, war mir dann auch klar, dieses Pulver macht die Curries und Senf so schön gelb/orange. Zum Färben der Kutten der buddhistischen Mönche wird bis heute noch Kurkuma benutzt. Das Gewürz Kurkuma ist dem Gewürz Safran in seiner Färbeeigenschaft sehr verwandt. Jedoch ist Safran wesentlich teurer und weist einen anderen Geschmack auf.

Inzwischen gibt es Kurkuma in jedem guten Supermarkt, auf Wochenmärkten und natürlich in Gewürz- und Kräuterläden, sowie Bioläden. Aber weshalb sollte ich das nun täglich benutzen?

Aus der Mythologie: Schon die Veden sahen die sattvische(*1) Pflanze als heilig an und weihten sie Lakshmi, der Göttin für Schönheit, der Energie Gottes, Reichtum und der Fülle. Wie eine Mutter gibt sie alles, was die Lebewesen auf der Erde brauchen. Auf der spirituellen Ebene repräsentiert sie die Ansammlung von positiven Charaktereigenschaften sowie von Prana(*2).

Im Ayurveda wird die Gelbwurz auch Haridra oder Haldi genannt. Sie bringt durch ihre bitteren und zusammenziehenden, als auch scharfen und erhitzenden Eigenschaften den Stoffwechsel ins Gleichgewicht – sie gleicht somit alle Doshas (*3) aus. Die Wurzel kann sowohl frisch, getrocknet, ganz oder gemahlen verwendet werden.

Sie wird schon seit über 2000 Jahren kultiviert und kommt aus Südost- bzw. Südasien. Inzwischen werden rund 80% der Weltproduktion in Indien angebaut. Sie ist aber auch in Indonesien und Südamerika in Kulturform zu finden. Die hübsche Kurkumapflanze kann 1-2,5m hoch werden und sieht Lilienartig aus. Die knollenartige Wurzel erinnert an Ingwer, wobei sie runder und schmaler ist und eben dieses orangefarbene Fruchtfleisch hat. Die Wurzel wird übrigens nach der Ernte kurz überbrüht und dann getrocknet, danach wird die äußere Schicht entfernt. Die Pflanze ist mit Ingwer und Galgant verwandt.

Sie wird sehr gezielt in der Ayurvedischen Medizin eingesetzt. Inzwischen schätzt man Kurkuma auch in der westlichen Medizin. Hier wird die Gelbwurz sowohl als Pflanze als auch als Gewürz bei karzinogenen Erkrankungen eingesetzt.

Die Gelbwurz gilt als blutreinigend, entzündungshemmend und antiseptisch daher sei dieses Rhizom bestens geeignet bei Allergien, allergischem Asthma, Heuschnupfen, Hautproblemen, Hämorrhoiden oder Brustschmerzen. Seine Inhaltsstoffe regen den Gallenfluss an und fördern somit die Leberfunktion. Ein ganz wunderbares Gewürz bei Diabetes wegen der direkten Verbindung mit dem Blut. Auch bei Halsschmerzen kann man damit gurgeln oder bei Herpes z.B. zusammen mit Ghee oder auch einem Aloe Gel auf die entzündeten Stellen tupfen. Ja sogar bei Hämorrhoiden zusammen mit einem Aloe Gel können die Wunden gereinigt, gekühlt und bestens versorgt werden. Bei einem harten sportlichen Training oder einem Wettkampf kann es auch zur Leistungssteigerung genutzt werden. Dopingfrei!!!

Keine Angst vor der Farbe z.B. auf der Haut oder den Zähnen, das geht wieder weg.

Und noch was: Der Hauptwirkstoff Kurkumin ist schlecht wasserlöslich, mit etwas Öl oder Ghee geht das leichter. Auch eine Überdosierung des Gewürzes ist eher selten, selbst bei Mengen über 8g/Tag sind keine negativen Nebenwirkungen zu befürchten. Für therapeutische Zwecke sollten mindestens ½ – 1 Tl/Tag eingenommen werden. Also ab sofort in alle Linsen-, Reis-, Gemüsegerichte oder Milchspeisen.

So wie man mir das vor langer Zeit gesagt hatte – einfach überall mit rein!

Wer noch mehr darüber wissen möchte, Rezepte braucht oder in welchen Produkten Kurkuma enthalten ist, kann mich sehr gerne per email kontaktieren.

Und bitte beachten: Kurkuma ist ein Gewürz und kein Medikament, also bitte bei Erkrankungen den Arzt, Heilpraktiker oder Therapeuten aufsuchen 🙂

Übrigens: In unserem WebShop gibt es ein Diätetisches Lebensmittel in dem eine ganze Menge dieser tollen Pflanze mit enthalten ist. Art-Nr. 312 Forever Neutra Q10 – Ideal im Ausdauersport und bei allen Höchstleistungen…praktisch zum mitnehmen, da es in kleinen Tütchen verpackt ist.

Hier geht’s gleich zum Shop: www.be-forever.de/aloe-ruff

Dann schaut doch mal in den Gewürz- oder Gemüsegeschäften nach dieser tollen Knolle und erkundet sie selber.

Dazu wünsch‘ ich euch ganz viel positive Erfahrung und Erkenntnis

Euer Pittagirl – Sat Nam

 

Quellennachweis: wikipedia, diverse Kräuter- Ernährungsbücher, Kochbücher, Ayurv. Ernährungsbücher, www.yoga-vidya.de, www.dr-feil.com/lebensmittel/kurkuma-curcuma.html, 

 

*1 – sattvisch = Nahrung für den Geist, feinstoffliche Energie und geistige Vitalität, *2 – Im Hinduismus = Leben. Lebenskraft *3 – Dosas (Doshas) sind biophysikalische Wirkungsprinzipien oder einfacher gesagt. Lebensenergien – Vata-Pitta-Kapha

 

CCAyur-News-Rote Bete

Rote Bete

Thema: Rote Bete – Beta vulgaris. Lat. Beta – Rübe, also auch die Rote Rübe , Rana, Rahne. Sie gehört zur Familie der Fuchsschwanzgewächse.

Oh wie ich sie liebe…

Viele von uns kennen diese köstliche und wertvolle Rübe leider nur eingelegt im Glas. Dabei hat sie so viel mehr zu bieten, und ist viel zu schade um das triste Dasein in Gläsern süß sauer mit viel Zucker und Säure zu fristen.

Sie ist verwandt mit der Zuckerrübe oder dem Mangold und kam mit den Römern nach Mitteleuropa. Ihren Ursprung hat diese Kulturpflanze im Mittelmeer-Raum bzw. Nordafrika. Sowohl Hippokrates als auch Paracelsus haben sie bereits als Heilpflanze erkannt.

Sie wirkt besonders Blut- und darmreinigend. Besonders wertvoll ist Rote Bete für kraftlose und überlastete Menschen, da sie durch ihren hohen Eisengehalt bei der Neubildung aller Körpergewebe eine sehr förderliche Wirkung hat.

Im Ayurveda wird sie den süßen Gemüsen zugeordnet und reduziert somit Vata und Pitta und stärkt bzw. gleicht Kapha aus.

Nun hat diese intensiv rote Rübe noch eine ganze Menge zu bieten, außer der Farbe, die sowohl zum Ostereierfärben, als Haarfarbe und unter anderem auch als Stofffarbe oft in Gebrauch ist. Und nach dem Verzehr bemerken auch wir die Farbe recht schnell beim Toilettengang.

Wir kennen sie ganzjährig als kleine runde Rübchen aber auch als längliche Rüben. Die Blätter kann man frisch herrlich als Salat verwenden und die Rüben etwas später verarbeiten. Sie hat eine dünne Schale, die wir am besten mit OP-Handschuhen (Einmalhandschuhe) nach dem kochen entfernen, sonst sind unsere Finger lange rot. Verwenden wir sie roh, dann sind auch hier Handschuhe von Vorteil beim schälen. Es gibt aber im Übrigen auch farblose oder hellgelbe Sorten.

Frauen, werdende Mütter und Vegetarier besonders aufgepasst, es steckt eine ganze Menge Energie in dieser Färberpflanze, nämlich ein hoher Anteil an Vitamin-B (auch B12), Kalium, Eisen und vor allem Folsäure. Der Farbstoff der Knolle (Betanin) geht auf ihren hohen Anteil an stickstoffhaltigen Betazyanen zurück. Diesen Biostoffen sind hauptsächlich die vielen Heilwirkungen der Rübe zu verdanken. Betazyane gehören zu den Flavonoiden und diese sind mit verantwortlich für eine gute Zellatmung. Auch in den Blättern steckt eine Menge an Vitaminen und Mineralstoffen. Der Saft der Rübe wirkt leistungsfördernd und Blutdruck senkend. Durch Lagerung und Zubereitung geht leider ein großer Teil des Vitamins verloren.

Mein TIPP:  Rote Bete bevorzugt frisch und roh  genießen und/oder eine nährstoffschonende Zubereitungsform, z. B. dampfgaren (Hier bietet der Thermomix wieder gute Dienste). Am besten zur Rote-Bete-Mahlzeit viel Vitamin C essen,  also z.B. Petersilie oder mit frischem Meerrettich verfeinern. Denn Vitamin C kann die Verwertung von pflanzlichem Eisen deutlich verbessern und hemmt auch die Nitritbildung.

Achtung aber bei Menschen, die zur Bildung von Nierensteinen (Calcium-Oxalat-Steine) neigen (z.B. Morbus-Crohn-Patienten) sollten Rote Bete und verwandte Gemüsesorten nur in Maßen genießen, da sie reich an Oxalsäure ist. Leider lagert sie auch schnell mal eine ganze Menge Nitrat ein, das zwar an sich nicht schädlich ist, jedoch bei zu langer warmer Lagerung (Zimmertemperatur) in Nitrit umgewandelt wird, was dann sehr wohl schädlich ist. Daher bitte unbedingt auf Bio Qualität achten oder selber anbauen und sie dann kühl und dunkel Lagern.

Obwohl sie ganzjährig zu haben ist, kennen wir sie oft nur als klassisches Wintergemüse, vermutlich auch deshalb, weil man sie recht lange lagern kann. Jedoch gilt auch hier – je länger gelagert um so weniger Vitamine bleiben erhalten.

Außer den blutbildenden Eigenschaften kann sie begleitend bei Fieber, Grippe, Heiserkeit, bei Strahlungsschäden, Leukämie, Lungenschwäche, Malaria, Wunden, leberstärkend und einigem mehr eingesetzt und konsumiert werden.

Gewürze wie Piment, Kreuzkümmel, Ingwer, Koriander, Nelken, Kümmel, Meerrettich, Senfkörner, Zitronensaft oder Zwiebel passen perfekt dazu und verfeinern den leicht süßlichen aber auch erdigen Geschmack.

Wie immer kommt es natürlich auf unsere Lebensumstände, unsere Verdauungskraft und die Qualität der Pflanzen an, wie viel und was wir aufnehmen können. Wer sicher gehen möchte und allen ‚Mädels‘ lege ich es besonders ans Herz, versorgt Euch ausreichend mit Eisen und Vitamin B12. Hier gibt es als Ergänzung und Prophylaxe z.B. in unserem Webshop oder bei mir persönlich von Forever B12 Kapseln (Art. 188) die 2x im Jahr als kleine Kur (jeweils 1 Packung) ein Plus an Vitalität und Gesundheit bringen können.

Ich habe inzwischen einige sehr leckere Rezepte ausprobiert und gebe diese gerne weiter – Schaut mal im Bereich „Meine Lieblingsrezepte“,  (Ayurvedisches Rezept, als Rohkost, Carpacchio, als Bratlinge, als Quiche mit Feta und Spinat…..mmmmm) – ich stell sie asap rein 🙂

Sat Nam  Euer Pittagirl