Im Herbst beginnt die VATA-Zeit

Nach Ayurvedischer Lehre sind unsere Jahreszeiten in 6 Abschnitte eingeteilt, es werden also Jahresübergänge mit beachtet und so fällt unser Herbst in zwei Jahreszeiten. Daher also der Herbst vom 22. August bis 21. Oktober und der frühe Winter ab 22. Oktober bis 21. Dezember. Es ist eine unruhige Zeit und das nicht nur Wettertechnisch.

Während im Sommer die Hitze und daher auch das PITTA-Dosha mit Feuer und Wasser dominant war, wechselt ab Ende August spürbar die Natur in die kühlere und unruhigere Zeit, unseren Herbst, im Ayurveda die VATA-Zeit mit den Elementen Luft und Raum (Äther). Noch haben wir Wärme vom Sommer getankt und erfreuen uns auch oft noch an den goldenen Farben, der noch warmen Sonne, aber auch bereits kühleren Nächten, den Herbstwinden und gar Stürmen. Nebel bedeckt die Felder morgens und bei Dämmerung, die Tage werden sichtlich kürzer und ja, die Natur zieht sich langsam zurück. ADE du schöner Sommer!

Körperlich hat dieses Spiel natürlich auch Auswirkungen auf uns. Wir bekommen wieder mehr Hunger, werden aktiver, da die Hitze uns nicht mehr lähmt. Jedoch wird unser Nervenkostüm dünner, der Schlaf leichter und unruhiger, unsere Emotionen fahren schnell mal Achterbahn und unsere Verdauung tut es uns gleich. Auch unsere Haut kommt da oft nicht mehr mit. Mal ist’s feucht, mal kühl, dann wieder trocken und warm. Ja, alles wechselt so schnell wie das Wetter.

Schnell häufen sich Symptome wie trockene Haut und Schleimhäute, kalte Füße und Hände, unregelmäßige Verdauung, gern auch mal Verstopfung. Ebenso wie ruhelose Gedanken, die so umherwimmeln wie die Blätter im Wind. Das kann zu Schlafstörungen und Unruhe, ja sogar zu gehäuften Ängsten führen. Gelenke knacken und schmerzen jetzt wieder….deshalb fliehen auch viele schmerzgeplagte Rentner jetzt in den Süden ….hm, heuer wohl eher nicht…

Daher lautet die Devise: Ruhe bewahren, tief durchatmen, Wärme tanken und VATA ausgleichen und stärken für den Winter. Also, alles, was dieses VATA harmonisiert 🙂

Fasten ist mein Tipp Nummer 1. Zur Ruhe kommen, sich bewußt pflegen, wunderbare Beauty-Anwendungen geniessen……Einfach alles, was uns jetzt so richtig wärmt und entspannen läßt. Schönheitstipps für Dich Für Manche ist Ruhe, Pflege, Entspannung zu langweilig, die dürfen auch gerne raus in die Natur, sich bewegen, wandern, radfahren oder mountainbiken und vieles mehr. Doch bitte die Freude nicht vergessen. Und danach vielleicht in die Sauna. Coole Begleiter für aktive Menschen

Im Ayurveda gibt es Schwitzboxen, bei denen der Kopf draussen bleibt und nur der Körper erwärmt wird. In der üblichen Sauna bei uns, kannst du einfach ein feuchtes Handtuch um den Kopf wickeln, damit er nicht zu stark erhitzt.

Übrigens starten wir am 5. Oktober mit einer 9-Tage Fastenkur (Clean9) Von Expertinnen begleitet, mit ganz viel Ayurveda, vielen Tipps, Rezepten und Videos in einer geschlossenen Gruppe im Facebook. Zusammen geht’s immer irgendwie leichter, drum sei dabei, hol dir die Info, die Box und los geht’s….Alles was Du dazu brauchst sage ich dir bei deiner Anmeldung.

Ein paar harmonisierende Ernährung-Tipps hab ich natürlich auch für Dich: 1. beginne Deinen Tag mit einer Tasse heißem Wasser 2. bevorzuge jetzt warme, gekochte Speisen 3. es darf jetzt etwas mehr Salz und Säure, sowie Süßes in Deine Speisen – OH NEIN, nicht die Chips und die sauren Stäbchen mit Gummibären….vielmehr die Prise Salz ins Porridge, der Spritzer Zitrone zu den Hülsenfrüchten und das Wurzelgemüse zum Reis…..

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Namaste – Pass auf Dich auf – Conni

Heißes Wasser

Wasser bedeutet Leben

Wir sind auf unserem blauen Planeten von Wasser umgeben. Von den Weltmeeren bis zur Badewanne, vom Mittelmeer zum Baggersee – wir lieben es darin zu schwimmen, unterzutauchen, darauf zu paddeln oder Wasser einfach nur bei Sonnenuntergang zu betrachten und dem Rauschen zuzuhören. Regen mögen wir meist weniger, aber Schneefall ist doch wundervoll, oder?

Wir sind uns hier in Deutschland oft gar nicht so bewußt, wie kostbar Wasser ist. Wir selbst bestehen zum größten Teil daraus, alle Pflanzen und Lebewesen brauchen es und doch wird es so oft achtlos weggeschüttet oder unnütz verbraucht oder gar vergiftet und vermüllt. Doch, das ist gar nicht mein Anliegen heute. Vielmehr möchte ich eine spezielle Anwendung dieses kostbaren Nass‘ näher betrachten – das Trinken von Wasser.

Äußerliche Anwendungen kennen wir z.B. von Pfarrer Kneipp und wer die Wechselbäder mit Wasser schon mal genutzt hat, weiss wie gut sie tun, Thermalbäder sind ein Segen für Menschen mit Rheuma, Arthrose oder anderen körperlichen ‚Wehwehchen‘. Erst vor Kurzem durfte ich selbst in einem solchen warmes und sprudelnden Wasser plantschen und meinem wehen Knie ging es danach einige Tage richtig gut.

Heißes Wasser ist auch eine der besten Therapien, um Vieles in unserem Körper zu lösen. Damit können wir den Stoffwechsel anschubsen, unsere Leitbahnen (Srotas) von Blockaden befreien oder auch Ablagerungen und Schlacken (Ama) in den Geweben lösen. Doch dazu wird es im Ayurveda nicht einfach nur mal abgekocht.

Je länger Wasser gekocht wird, um so feinstofflicher wird es. Es kommt dann sozusagen überall im Körper hin und kann Körper-Schlacken und Gifte, also AMA aufnehmen und abtransportieren. Je nach Absicht oder Anliegen kann es mit Informationen angereichert werden, wenn wir z.B. Kräuter oder Gewürze mit kochen. Zur Gewichtsreduktion z.B. können wir Bockshornklee oder schwarze Senfsamen mit kochen, es dann mit etwas Kurkuma und Honig abschmecken, dann gilt es als echtes Lekhana (Mittel um Gewicht zu reduzieren). Gekocht wird das Wasser dann mind. 20 Minuten bei mittlerer Hitze, so dass etwa die Hälfte davon reduziert wird. Um unseren Stoffwechsel morgens sanft zu wecken, gibt es nichts besseres, als heisses, abgekochtes Wasser. In den Ayurvedischen Schriften wird empfohlen, mit 1-2 Tassen heissem Wasser nach der Mund und Zungenreinigung den Tag zu starten. Wer das mal probiert hat, wird es nie mehr weglassen, denn bereits nach kurzer Zeit spürt man den Unterschied. Sowohl im Mund, als auch bei der Verdauung.

Wasser ist eines der 5 Elemente der Ayurvedischen Lehre

Die 5 Elemente – Äther/Luft/Feuer/Wasser/Erde ergeben immer Paarweise zusammen 1 Dosha – Vita/Pitta/Kapha (eine detaillierte Erklärung kommt ein anders Mal)

Wasser – wird zu einem kleinen Anteil zu Pitta zugeordnet und zu einem großen Anteil Kapha. Das bedeutet, dass Pitta aus etwas Wasser und sehr viel Feuer entsteht und Kapha aus viel Wasser und Erde. Die Eigenschaften, die sich daraus ergeben sind, dass Pitta heiß, beweglich, flüssig, leicht ölig, sauer und scharf ist. Kapha dagegen ist ölig, kalt, feucht, unbeweglich, schwer, weich, süß oder schleimig. All diese Eigenschaften finden wir in uns selbst und auch in Pflanzen, Nahrung, den Lebewesen.

So auch natürlich in den 6 Geschmacksrichtungen des Ayurveda. Es findet sich in süß mit Erde und in salzig mit Feuer. Das scheint jetzt erst mal verwirrend und kompliziert, daher ein kleines Beispiel:

Eine Salatgurke enthält sehr viel Wasser, ebenso wie Kokos, beide wirken daher kühlend und süß. So können wir uns das besser merken, dass wir durchaus leichter frieren, wenn wir diese Lebensmittel zu uns nehmen – süßes kühlt! Beruhigt aber auch erstmal einen Hitzkopf, es macht glücklich aber auch schwer. So sind diese beiden Lebensmittel ein Beispiel für wunderbar kühlend im Sommer und eher unangenehm kühlend im Winter. Auch Meersalz oder Steinsalz enthalten Wasser-Elemente, machen durch den Feueranteil jedoch leicht und scharf. Wir wissen dass übliches Haushalts-Salz Wasser bindet, wobei Steinsalz kein Wasser im Gewebe bindet. So ist die Kombination von Wasser und Salz ein wunderbares ‚Reinigungsmittel‘ für z.B. unsere Nase. Im Ayurveda wird bei der Nasenspülung gern täglich mit warmem Salzwasser empfohlen.

Bevor ich’s vergesse – natürlich können wir auch Ingwerwasser morgens trinken, es wärmt und belebt zugleich. Jedoch bitte nicht den ganzen Tag über. Simples gekochtes Wasser darf den ganzen Tag getrunken werden 🙂

Bevor es nun zu spezifisch wird möchte ich noch einmal die Besonderheit und den hohen Stellenwert von gutem Wasser hervorheben. Wir sollten viel viel mehr als reines, stilles und warmes Wasser täglich trinken – es ist wie duschen von innen.

„Wasser während der Verdauung ist Medizin. Wasser nach der Verdauung gibt Energie. Wasser während des Essens ist Nektar. Wasser nach dem Essen ist Gift“.Sprichwort aus der Caraka-Samhita

Namaste – Bleib gesund – Conni